Gewässerrandstreifen & Aue

Gewässerrandstreifen übernehmen eine wichtige Pufferfunktion zwischen Gewässer und angrenzender Nutzung

Gewässerrandstreifen und Auen gehören zu den artenreichsten, aber zugleich am stärksten bedrohten Lebensräumen in Baden-Württemberg. Sie erfüllen wichtige Funktionen für Artenvielfalt, Wasserhaushalt und Gewässerqualität und sind zentrale Elemente des Biotopverbunds entlang von Bächen und Flüssen.

Durch Begradigungen, Eindeichungen und intensive Nutzung sind viele Auen stark beeinträchtigt oder vollständig verloren gegangen. Damit fehlen heute oft jene Räume, in denen Gewässer sich natürlich entwickeln können und Hochwasser, Trockenheit und Nutzungskonflikte abgepuffert werden.

Gewässerrandstreifen spielen auch im Bibermanagement eine wichtige Rolle. Sie wirken als Puffer zwischen Biberaktivitäten und angrenzender Nutzung und helfen, Konflikte zu vermeiden. Wo Gewässer ausreichend Raum haben, können Biber ihre ökologischen Funktionen entfalten, ohne direkt Schäden zu verursachen.

Pufferstreifen entlang von einem Bach
Fehlender Gewässerrandstreifen an einem Bach, die Bäume stehen in der Uferböschung
Acker befindet sich im Gewässerrandstreifen
Breiter Pufferstreifen an einem Bach
Gewässerrandstreifen als Puffer für Biberaktivitäten

Gewässerrandstreifen spielen auch im Bibermanagement eine zentrale Rolle. Wo ausreichend breite, naturnahe Randstreifen vorhanden sind, können Biber ihre Aktivitäten ausüben, ohne direkt in Konflikt mit angrenzenden Nutzungen zu geraten. Sie wirken als natürlicher Puffer zwischen Biberrevier und intensiver Landnutzung.

Breite Gewässerrandstreifen:

  • reduzieren Nutzungskonflikte durch Vernässung oder Gehölznutzung
  • schaffen Raum für natürliche Gewässer- und Auenentwicklung
  • erleichtern den Umgang mit Biberaktivitäten
  • erhöhen die Akzeptanz des Bibers vor Ort

Raum geben statt Konflikte verschärfen

Viele Konflikte mit Bibern entstehen dort, wo Gewässer keinen Raum mehr haben. Gewässerrandstreifen und Auen sind daher nicht nur aus naturschutzfachlicher Sicht wichtig, sondern auch ein zentrales Instrument zur Konfliktvermeidung im Bibermanagement.

Der Erhalt und die Entwicklung von Gewässerrandstreifen und Auen stärken daher nicht nur den Naturschutz, sondern erleichtern auch einen sachlichen und lösungsorientierten Umgang mit dem Biber.

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