Unser Netzwerk

Biberschutz Baden-Württemberg

Der Biber ist wieder fester Bestandteil der Gewässerlandschaften in Baden-Württemberg. Seine Rückkehr bringt wertvolle ökologische Effekte mit sich, kann aber lokal auch zu Nutzungskonflikten führen. Das Netzwerk Biberschutz Baden-Württemberg setzt sich für einen sachlichen, fachlich fundierten und lösungsorientierten Umgang mit dem Biber ein.

Wir vernetzen Akteurinnen und Akteure aus Naturschutz, Praxis, Beratung und Verwaltung. Ziel ist es, Wissen zu bündeln, Erfahrungen zugänglich zu machen und den Dialog zwischen allen Beteiligten zu fördern. Im Mittelpunkt stehen dabei ökologische Zusammenhänge, rechtliche Rahmenbedingungen und praktikable Lösungen vor Ort.

Kontakt: info(@)netzwerk-biberschutz-bw.de

 

Unsere Geschichte

Im Februar 2026 hat die Landesregierung von Baden-Württemberg eine Biber-Verordnung erlassen. Bereits im Vorfeld wurden Entwürfe bekannt, die sowohl die Biberberaterinnen und Biberberater als auch die Naturschutzverwaltungen überraschend und ohne vorherige Ankündigung und Einbindung erreichten.

Das Bibermanagement in Baden-Württemberg hat über viele Jahre hinweg aus unserer Sicht gut und wirksam funktioniert. Es bestand daher kein fachlich nachvollziehbarer Anlass, eine neue Verordnung zu erlassen, die künftig auch die letale Entnahme von Bibern ermöglicht. Besonders kritisch sehen wir, dass die Verordnung ohne die Einbindung ausgewiesener Biberfachleute erarbeitet wurde und die in der Praxis tätigen Biberberaterinnen und Biberberater nicht beteiligt waren. Statt eines fachlichen Austauschs wurden wir vor vollendete Tatsachen gestellt.

Vor diesem Hintergrund entstand der dringende Wunsch, uns landesweit zu vernetzen und unsere fachliche Expertise gemeinsam einzubringen.

Nach unserer Auffassung verstößt die Biber-Verordnung zudem gegen geltendes Recht. Darüber hinaus enthält sie zahlreiche unbestimmte und unklar definierte Begriffe, die erhebliche Rechtsunsicherheiten für die praktische Anwendung mit sich bringen. Bibermanagement hat bisher sehr gut ohne das töten von Bibern funktioniert und wäre auch keine nachhaltige Lösung.

Aus diesen fachlichen und rechtlichen Gründen lehnen wir die Biber-Verordnung ab. 

Wer wir sind

Der aktive Teil des Netzwerk sind 11 ehrenamtliche Biberberater aus dem ganzen Landesgebiet:

  • Ines Danger-Bolder
  • Dr. Peter Herold
  • Michael Hug
  • Petra Kuch
  • Marco Lützenberger
  • Tamara Nebel
  • Günther von Neubronn
  • Martin Welte
  • Michael Zacherle
  • Alex Zader
  • Martin Zorzi
  • sowie das Fachbüro Biberfragen u. Auenschutz Bettina Sättele

Unserem Netzwerk haben sich inzwischen über 60 Biberberaterinnen und Biberberater aus ganz Baden-Württemberg angeschlossen. 

Gerade in einer Zeit, in der Natur- und Artenschutz politisch zunehmend unter Druck gerät, ist es uns wichtig, ein Zeichen des Zusammenhalts zu setzen. Viele Kolleginnen und Kollegen leisten ihre Arbeit im Bibermanagement mit großer Verantwortung, überwiegend ehrenamtlich und nicht selten gegen Widerstände. Wir möchten, dass sie sich dabei nicht allein fühlen.

Der Austausch im Netzwerk gibt Rückhalt, schafft Orientierung und stärkt die gemeinsame Stimme. Denn nur gemeinsam können wir unsere fachliche Erfahrung sichtbar machen und uns für einen verantwortungsvollen, nachhaltigen und zukunftsfähigen Umgang mit dem Biber einsetzen.

Gruppe von Biberberaterin im Wald

Wissensaustausch bei den jährlichen Biberberatertreffen - Foto von Petra Kuch

Biberspur im Matsch

Monitoring im Biberrevier - Foto von Petra Kuch

Mitmachen

Das Netzwerk lebt vom Austausch und von der Zusammenarbeit. Wir freuen uns über den Kontakt zu Menschen und Institutionen, die sich mit dem Biber beschäftigen oder Erfahrungen aus der Praxis einbringen möchten – sei es aus Beratung, Verwaltung, Planung oder Naturschutz.

Ob Hinweise auf gute Beispiele, fachliche Beiträge, neue Forschungsergebnisse oder der Wunsch nach Vernetzung: 
Mitmachen heißt, Wissen und Erfahrung teilen und gemeinsam Lösungen weiterentwickeln.

Kontakt: info(@)netzwerk-biberschutz-bw.de

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